Ein Leitfaden zum Kentern beim Kajakfahren
Kentern ist ein wesentlicher Bestandteil des Kajakfahrens. Kontrolliertes Kentern ist der Schlüssel zu Ihrem Erfolg. Während Ihres Kurses absolvieren Sie unter der aufmerksamen Anleitung Ihres Lehrers verschiedene, auf diese Fertigkeit zugeschnittene Übungen. Sollte Ihnen die Wassertemperatur kalt sein, können ein paar Spritzer zur Gewöhnung helfen. Das Tragen einer Schwimmbrille oder -maske sorgt für zusätzlichen Komfort. Ihre ersten Kentererfahrungen werden Sie ohne Spritzschutz machen.
So geht's: Halten Sie Ihr Paddel fest und lehnen Sie sich gezielt zur Seite, bis das Kajak kippt. Sobald das Boot in der umgekehrten Position stabil ist, klemmen Sie das Paddel unter einen Arm. Beugen Sie sich dann nach vorne, greifen Sie den Gurt der Spritzdecke und lassen Sie ihn los, sodass die Decke abdriftet. Stützen Sie sich mit beiden Händen auf dem Deck hinter Ihnen ab, strecken Sie die Knie und schieben Sie das Kajak nach vorne, um es von Ihrem Körper wegzutreiben. Summen Sie dabei eine Melodie, um Wasser aus der Nase zu halten.
Tauchen Sie anschließend neben dem Kajak wieder auf, halten Sie Ihr Paddel fest und greifen Sie nach dem Boot. Falls Sie eine Deckleine haben, nutzen Sie diese, um zum Bug zu manövrieren. Lassen Sie unbedingt nichts los, da Gegenstände schnell abtreiben. Sie haben dann zwei Möglichkeiten: Entweder schwimmen Sie mit dem Kajak an Land und bleiben dabei auf der seeseitigen Seite, oder Sie warten auf Rettung. Lassen Sie das Kajak kopfüber liegen, bis Sie das sichere Ufer erreichen.
Manche Lehrer zeigen Ihnen Übungen zur Stärkung des Selbstvertrauens, wie zum Beispiel das Hochheben der Hände und das Klopfen auf den Rumpf, während Sie kopfüber liegen. Denken Sie bei einem unerwarteten Kentern daran, sich nach vorne zu beugen, anstatt sich nach hinten zu lehnen; diese Position ist viel sicherer, insbesondere in flachen oder unruhigen Gewässern. Haben Sie keine Angst davor, im Kajak gefangen zu sein; in rauer See kann es sogar eine Herausforderung sein, im Kajak zu bleiben, da ein falsches Manöver zum Herausschleudern führen kann.

