Wie wählt man Zelte nach Material und Größe aus?
Freunde, die neu im Outdoor-Sport sind, können bei der Zeltwahl etwas überfordert sein. Es gibt unzählige Zelte – welches ist das richtige für dich? Heute zeige ich euch ein paar Tipps zur Zeltwahl. Danach werdet ihr nie wieder das falsche Zelt kaufen.
Zuerst müssen Sie sich drei Fragen stellen.
1. In welcher Jahreszeit oder Umgebung möchten Sie das Zelt jeweils im Jahr verwenden?
2. Wie viele Personen nutzen Ihr Zelt üblicherweise?
3. Wie viel möchten Sie ausgeben?
Ein Vier-Jahreszeiten-Zelt ist im Winter unerlässlich. Wenn Sie ein Expeditionslager in den Polarregionen aufschlagen möchten, sollten Sie unbedingt jemanden mit Erfahrung in diesem Gebiet konsultieren.
Wer im März, Oktober oder November in der freien Natur zeltet, sollte bedenken, dass die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht beträchtlich sein können, auch wenn diese Monate nicht eindeutig zum Winter gehören. Sicherheitshalber empfiehlt es sich, ein Vier-Jahreszeiten-Zelt oder mindestens ein umbaubares Zelt mitzunehmen.
Für einen entspannten Urlaub zwischen Mai und September reicht ein 3-Jahreszeiten-Abo. Wenn Sie im Frühling, Sommer und Herbst in niedrigen Höhenlagen (unter 2000 Metern) zelten, genügen handelsübliche PU1000- bis PU1500-Glasstangenzelte.
Reist ihr normalerweise mit einem Partner/einer Partnerin? Dann benötigt ihr mindestens ein 2-Personen-Zelt. Seid ihr beide kräftig gebaut? In diesem Fall benötigt ihr eventuell ein 2- bis 3-Personen-Zelt oder nehmt einfach ein 3-Personen-Zelt mit.
Ändert sich die Anzahl der Mitreisenden häufig? Dann benötigen Sie möglicherweise mehrere Zelte für unterschiedliche Gruppengrößen. Wenn Sie ein begrenztes Budget haben, kaufen Sie am besten das Zelt, das Sie am häufigsten nutzen, und mieten Sie ein weiteres, wenn sich die Anzahl der Reisenden ändert. Wenn Sie nachts mit jemandem im Zelt übernachten, teilen Sie sich das Tragen. Eine Person kann die Zeltstange tragen, die andere das Zelt usw.

Methode zur Zeltauswahl 1: Achten Sie auf die Größe des Zeltes
Die Größe des Zeltes kann je nach Anzahl der zeltenden Personen ausgewählt werden.
Wenn Sie alleine reisen, wählen Sie ein Einpersonenzelt; wenn Sie die Natur mit Ihrem Partner erleben möchten, kaufen Sie ein Doppelzelt; wenn Sie mit Familie und Freunden unterwegs sind, kaufen Sie ein 3- bis 4-Personen-Zelt. Im Allgemeinen beträgt die Breite pro Person 55 bis 60 cm.
Wenn ein Zelt als 2-3-Personen-Zelt vorgestellt wird, kann dies folgendermaßen verstanden werden: Bei einer schlanken Person: 3 Personen; bei einer dicken Person: 2 Personen.
Wer im Winter und in relativ hoch gelegenen Gebieten zeltet, sollte sich vor dem Kauf unbedingt von einem Fachmann beraten lassen, da solche Umgebungen recht gefährlich sein können und die Ausrüstung in kritischen Momenten eine entscheidende Rolle spielt. Generell empfiehlt sich für solche Bedingungen ein Aluminiumgestängezelt mit einer PU1500-Beschichtung oder höher.
Bedenken Sie jedoch, dass Zelte nicht nur für Personen, sondern auch für andere Gegenstände gedacht sind. Planen Sie daher genügend Platz ein. Viele Zelte verfügen über Vorräume, die sich jedoch in Größe und Anzahl unterscheiden. Berücksichtigen Sie daher am besten den benötigten Platzbedarf beim Kauf.
Methode zur Zeltauswahl 2: Schauen Sie sich die Zeltstangen an
Viele glauben, dass Zelte mit Aluminiumgestänge leichter sind als solche mit Fiberglasgestänge. Das Gewicht eines Zeltes hängt jedoch nicht vom verwendeten Gestänge ab.
Wenn man bei einem Zelt mit doppelter GFK-Stange eine Stange aus Aluminiumlegierung verwendet, kann man es nur um etwa 150 Gramm leichter machen, und auch das GFK-Stangezelt kann sehr leicht gebaut werden.
Der eigentliche Vorteil der Aluminiumlegierungsstange liegt in ihrer Langlebigkeit. Die Fiberglasstange bricht bei häufigem Gebrauch, und das Zelt lässt sich nicht aufbauen. Dieses Problem tritt auch bei niedrigen Temperaturen auf.
Abgesehen von der Biegung bricht die Aluminiumlegierungsstange bei normalem Gebrauch nicht, und die Integrität der Aluminiumlegierungsstange ist auch besser als die der glasfaserverstärkten Kunststoffstange.
Zelte mit Aluminiumgestänge sind zwar teurer als solche mit Fiberglasgestänge, aber dennoch erschwinglich. Die Wahl des richtigen Produkts verringert das Risiko von Problemen unterwegs.
Nachfolgend finden Sie die Beschreibung des Zeltstangenmaterials:
Stahlrohre werden hauptsächlich für große Zelte wie Militärzelte und Katastrophenschutzzelte verwendet. Die Oberfläche ist pulverbeschichtet oder verzinkt. Es gibt Rundrohre und Vierkantrohre. Die Wandstärke variiert zwischen 0,8 und 3 mm.
Elastische Stangen: Hierbei handelt es sich in der Regel um Kinderzelte oder Strandspielzelte.
Fiberglasrohr: Es gibt die Serien 6,9/7,9/8,5/9,5/11/12,5 mm. Je dicker das Rohr, desto steifer, aber auch desto geringer die Flexibilität. Daher hängt die Wahl des passenden Fiberglasrohrs vom Verhältnis der Abmessungen zur Höhe des Untergrunds ab. Ist das Rohr zu dick oder zu dünn, bricht es leicht. Beispielsweise ist 210 x 210 x 130 mm eine gängige Größe, für die üblicherweise ein Rohr mit einem Durchmesser von 7,9 oder 8,5 mm verwendet wird.
Aluminiumlegierungsstange: Sie ist relativ hochwertig, und die Prüfung anhand des Legierungsverhältnisses gestaltet sich schwierig. Im Allgemeinen wird zunächst die Gesamtkrümmung der ursprünglichen Halterung berechnet und anschließend heißgepresst. Sie zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht und die einfache Transportierbarkeit aus, ist jedoch nicht leicht zu falten, von minderer Qualität und neigt zum Verbiegen und Verformen.
Carbonstangen: relativ hochwertig, Vorteil ist ihr geringes Gewicht, wodurch das Gewicht des Zeltes stark reduziert wird, Nachteil ist jedoch, dass sie leichter brechen als Aluminiumlegierungsrahmen.

dritte Methode zur Zeltauswahl: Betrachten Sie den Stoff
1. Nylon ist ein relativ leichtes und robustes Material. Hochwertige Zelte werden in der Regel aus hochdichtem, wasserabweisendem Nylon oder Ripstop-Nylon gefertigt.
2. Wählen Sie ein Zelt mit dunklem oder silbernem Dach, das vor Sonnenlicht und UV-Strahlung schützt und das Einschlafen erleichtert. Beim Camping im Sommer empfiehlt sich ein silbernes Zelt, da es Sonnenlicht reflektiert und so für ein kühleres Camp sorgt. Wenn Sie die Umwelt schonen möchten, sind Zelte in dezentem Grün oder Palladiumbraun eine gute Wahl. Zelte in leuchtenden Farben sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch leichter zu finden.
3. Beim Kauf eines Zeltes gilt nicht: Je größer, desto besser. Ein zu schweres Zelt ist nämlich umständlich auf- und abzubauen. Wählen Sie daher am besten eine Größe, die der Personenzahl entspricht. Bei einer großen Personenzahl ist ein Zelt nicht unbedingt nötig.
4. Eine Kuppeljurte ist die bessere Wahl. Sie besteht aus flexiblen, biegsamen Fiberglas- oder Aluminiumlegierungsstangen und kommt ohne Abspannseil aus. Ihre bogenförmige Gestalt, die an eine Jurte erinnert, gibt ihr den Namen. Dieses Zelt ist windbeständig und eignet sich für den Einsatz in großen Höhen und bei rauen Wetterbedingungen.
5. Das doppelwandige Zelt löst nicht nur das Problem von Wasseransammlungen an der Innenwand, sondern bietet auch eine bessere Windbeständigkeit als einwandige Zelte. Doppelwandige Zelte mit Türvordach eignen sich zudem ideal zur Aufbewahrung von Ausrüstung und Schuhen. Ob die Wassersäule 2000 mm oder 5000 mm beträgt, ist für uns irrelevant: Mäßiger bis starker Regen stellt kein Problem dar.
Allgemein gesprochen:
Unterhalb von 1500 mm herrscht leichter Regenschutz;
2000 mm bis 3000 mm ist der Schutzgrad gegen mäßigen Regen;
3000 mm bis 4000 mm ist der Schutzgrad bei starkem Regen;
Ab 4000 mm herrscht Schutz vor starkem Regen.


